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Aktuelle Informationen zum Koi-Herpes-Virus   -   KHV


In den vergangenen Tagen wurde in mehren Internetforen über ein Karpfensterben im Neckar in der Heilbronner Region berichtet. Was Anfangs lediglich eine Vermutung war ist nun leider traurige Gewissheit.

Bei Untersuchungen der Kadaver wurde laut einem Presseartikel von Stimme.de bei drei Fischen das gefährliche Koi-Herpes-Virus nachgewiesen. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat daraufhin eine Allgemeinverfügung zur Bekämpfung der Tierseuche erlassen.Demnach darf zwischen den Schleusen Kochendorf und Neckarzimmern weiter geangelt werden. Die Fische dürfen aber weder lebend noch tot in andere Gewässer – zum Beispiel als Köder – gebracht werden. Angler müssen Kleidung und Gerät nach Gebrauch desinfizieren.

Die Verfügung ist in den amtlichen Bekanntmachungen in der Dienstausgabe der Heilbronner Stimme Veröffentlicht. 

Quelle: Stimme.de

 

KHV-Infektion (=“Koi-Seuche“)


Erreger: Koi-Herpesvirus

Empfängliche Fischarten: Bei Zierkarpfen (Koi) und Nutzkarpfen treten Krankheitssymptome
und Verluste auf; Goldfische können experimentell infiziert werden, zeigen aber keine
Krankheitssymptome. Ebenso können Graskarpfen, Karausche und Schleie möglicherweise
Virusüberträger sein.

Symptome: Teilnahmslosigkeit, Futterverweigerung, Atemnot, eingesunkene Augen, Hautveränderungen
(Abschleimen, Haut fühlt sich an wie Sandpapier); Veränderung der
Kiemen (Blässe/Rötung, Schwellung, Nekrosen); die inneren Organe sind meist
unauffällig.

Verlauf: Die „Koi-Seuche“ tritt vorwiegend bei Wassertemperaturen über 18 °C auf, es sind aber
auch Ausbrüche bei niedrigeren Wassertemperaturen beschrieben. Die Inkubationszeit
(Zeitraum zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit) liegt zwischen 7 bis 21
Tagen (abhängig von der Wassertemperatur). Die Erkrankung verläuft seuchenhaft;
Verluste bis zu 100 % des Bestandes sind möglich.

Diagnose: Die Diagnose erfolgt mittels verschiedener PCR-Untersuchungen (Polymerase-
Kettenreaktion). Bei latent infizierten Fischen, die keine Krankheitssymptome zeigen, ist
der Nachweis der Infektion schwieriger. Daher müssen für den sicheren Nachweis ggf.
mehrere Stichproben und mehrere Organe (Kiemen, Gehirn, Kopfniere, Milz) untersucht
werden. Allgemein sind für die Diagnostik ganze Fische mit Krankheitssymptomen
(lebend oder frisch verendet) am besten geeignet.

Quelle: Stimme.de
            Landesfischereiverband Baden-Würtemberg e.V.

 

Weiterführende Links und Informationen:

--> Link zum Merkblatt für Angler

--> Landesfischereiverband Baden-Würtemberg e.V.

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